Gesetzliche Grenzwerte und Empfehlungen
Die gesetzliche Mindestprofiltiefe fĂŒr Sommerreifen betrĂ€gt in den meisten europĂ€ischen LĂ€ndern, darunter auch in der Schweiz, 1,6 Millimeter. Dieser Wert entspricht der Grenze, unterhalb derer Reifen als nicht mehr sicher gelten.
Unterhalb dieser Schwelle können die Rillen das Wasser nicht mehr effizient ableiten, was das Aquaplaning-Risiko und den Bremsweg auf nasser Fahrbahn erheblich erhöht.
Fachleute aus der Automobilbranche empfehlen jedoch, Sommerreifen bereits ab einer Profiltiefe von 3 Millimetern zu ersetzen. Denn unter 3 mm beginnt sich die LeistungsfÀhigkeit deutlich zu verschlechtern, insbesondere bei Regen oder Notbremsungen.
Warum ist die Profiltiefe so wichtig?
Das Profil eines Reifens dient dazu, Wasser abzuleiten und den Kontakt zur Fahrbahn aufrechtzuerhalten.
Ein abgenutzter Reifen verliert nach und nach diese FĂ€higkeit, was zu folgenden Problemen fĂŒhren kann:
- Eine Verringerung der Haftung, insbesondere auf nasser Fahrbahn.
- Eine VerlÀngerung des Bremswegs (bis zu 30 % mehr bei reduziertem Profil).
- Ein Verlust der KurvenstabilitÀt.
DarĂŒber hinaus kann ein zu stark abgenutzter Reifen die Funktion von Fahrerassistenzsystemen wie ABS oder ESP beeintrĂ€chtigen.
RegelmÀssige Kontrolle und rechtzeitiger Austausch
Es wird empfohlen, die Profiltiefe alle 5.000 km oder vor jeder lĂ€ngeren Fahrt zu ĂŒberprĂŒfen. Die Messung kann mit einem Profiltiefenmesser oder anhand der Verschleissanzeiger erfolgen, die in die Hauptrillen des Reifens eingeprĂ€gt sind.
Befindet sich der Gummi auf Höhe der Anzeige (1,6 mm), muss der Reifen umgehend ausgetauscht werden.
Zusammenfassung
Sicherheit erfordert eine gute Haftung. Bei Sommerreifen betrÀgt die Vorsichtsgrenze 3 mm, die gesetzliche Grenze 1,6 mm.
Ein rechtzeitiger Austausch gewÀhrleistet nicht nur die Strassenlage, sondern auch ein sichereres und wirtschaftlicheres Fahren.




